Antwort auf Dienstaufsichtsbeschwerde

man konnte ja damit rechnen. ich bin dennoch extrem sauer.

jetzt mal ehrlich, einen beistand mitzubringen, der ausdrücklich im gesetz gestattet ist mit den worten zu kommentieren: „das ist aber unüblich!“ ist ne frechheit. das kann man denken, aber das sagt man doch nicht seinem „kunden“ zur begrüssung. nein, da hat man die fresse zu halten und höflich zu sein. punkt. und dass es sich überhaupt um ein unübliches verfahren handelt, dass arge-kunden einen beistand mitbringen ist TRAURIG! ich kann nur JEDEM empfehlen, IMMER eine begleitung mitzunehmen, am besten mit notizblock versehen, damit man protokoll führt.

blablabla. hier wird auch nur auf sachverhalte geantwortet, die „strikt nach vorschrift“ dann auch korrekt durchgeführt wurden. dass die beleidigungen implizit und nicht explizit waren, sollte sogar dem bescheuertsten beamten klar sein, hier wird sich bewusst dümmer gestellt, als man ist. deswegen: disqualifiziert! wo ist das statement zum „studentischen lotterleben“? wo ist eine stellungnahme zu den sprüchen wie „sie leben jetzt von steuergelden, sie haben keine wünsche mehr zu äussern“? und ich kann jedem leser versichern: selbständigkeit war KEIN thema, ich habe KEINERLEI informationen dazu erhalten. ich bin von vornehrein abgewürgt worden.

auch die sache mit der vertragskündigung erscheint mir etwas fadenscheinig argumentiert. ich vermisse da hinweise auf gesetzliche regelungen. ich kenn mich da jetzt nicht so aus beim vertragsrecht, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass es so etwas wie ein 14tägiges widerrufsrecht gibt. auch wurde ich nicht darauf hingewiesen, dass ich den vertrag erst mal durchlesen darf, und ggf. anwaltlich gegenchecken lassen kann. nein. ich stand ja von anfang an unter druck, weil diese bekackte massnahme bereits begonnen hatte und ich ja nun ganz schnell handeln musste.

ohne worte. das wird morgen nicht schön.

ach und noch ein kleiner nachtrag. man beachte die semantik:  sich entschuldigen. das ist eigentlich eine unmögliche handlung. man kann sich nicht selber der schuld entledigen. man muss um entschuldigung BITTEN! und derjenige, der um entschuldigung gebeten wird, entscheidet dann, ob es berechtigt ist oder nicht.  „oh, ich habe einen mord begangen, naja, kein problem, dann entschuldige ich mich halt. SORRYYY!“

 

noch eine anmerkung, zum § 15 a sgb ii: da geht es um leistungen zur eingliederung in arbeit. wie gliedert mich persönlich eine massnahme in arbeit, in der ich

  • wäsche waschen
  • kinder bespassen oder
  • alte leute füttern

soll? nur weil ich ne frau bin kann ich besonders gut putzen und sozial sein? die sozialpädagogin der massnahme selber hat mir gesagt, dass diese veranstaltung allein dazu dient, ein psychogramm über mich zu erstellen, ein profiling darüber, wie ich ticke! es ist nur ein kontrollinstrument, mehr nicht.

so lasse ich mich NICHT kontrollieren.

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